Exchange Traded Funds (ETFs) und aktiv gemanagte Fonds – die richtige Mischung

Meritum Capital nutzt konsequent die ganze Bandbreite an möglichen Investmentmöglichkeiten im Sinne der Anleger. Dazu gehören börsengelistete Fonds (Exchange Traded Funds oder kurz ETFs) genauso wie aktiv gemanagte Fonds. Wo liegt nun aber der Schlüssel zur Frage, welcher Fonds eingesetzt wird?

Das zentrale Argument für ETFs sind die vermeintlich niedrigeren Kosten im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds. Dieses Argument sticht aber nur in sehr liquide Märkten, in denen der Handel idealerweise auch weitestgehend automatisiert ablaufen kann. Denn ETFs müssen bei Zu- und Abflüssen in den Fonds jeweils direkt alle Titel des Index, den sie abbilden, kaufen oder verkaufen. Aktive Manager hingegen können hier marktschonender vorgehen. Eine geringe Liquidität wird sich in aller Regel auch in entsprechend hohen Geld-Briefspannen im Handel mit den ETFs widerspiegeln, so dass die Handelskosten zzgl. der Provisionen häufig deutlich höher sind als bei einem aktiv gemanagten Fonds. Dies gilt insbesondere deshalb, weil institutionelle Anleger wie Meritum Capital keine Ausgabeaufschläge für aktiv gemanagte Fonds zahlen und stets zum täglich ermittelten NAV (Net Present Value) handeln können. Ferner zahlen institutionelle Dachfondsmanager und Vermögensverwalter kaum laufende Vertriebsvergütungen. Vergleicht man nun aber z.B. in Schwellenländern die Verwaltungsgebühren von ETFs mit den Managementfees von aktiv gemangten Fonds, ist der Kostenvorteil von ETFs deutlich geringer als in etablierten Märkten wie z.B. deutschen oder amerikanischen Aktien. Darüber hinaus gibt es in Schwellenländern oder auch Aktiennebenwerten deutlich weniger Analysten als in hoch liquiden und etablierten Märkten und so fällt es aktiven Managern wesentlich leichter, einen Mehrwert zu liefern und vergleichbare Indizes zu schlagen. Neben dem Kostenargument spielt also auch die Markteffizienz eine zentrale Rolle bei der Frage, ob es sich lohnt in einem Markt, nur passiv in einen Index zu investieren oder auf aktive Manager zu setzten. Wer über ein ETF in einen Index investieren will, sollte sich zudem stets sehr genau mit der Qualität, d.h. mit der Zusammensetzung des Index, auseinandersetzen. Häufig sind Indizes sehr konzentriert, d.h. nur wenige Werte bilden einen Großteil der Entwicklung ab. In dem Fall sollte sich der Anleger bewusst sein, dass ein aktiv gemanagter Fonds ggf. eine bessere Diversifikation und evtl. auch eine andere Qualität seiner Einzeltitel bietet. ETFs bieten dem Anleger wegen ihrer laufenden Liquidität im Gegensatz zu aktiv gemangten Fonds, die nur einmal am Tag abgerechnet werden, aber bessere Möglichkeiten, taktische Freiheitsgrade zu nutzen.

Aktive Fondsmanager sind also häufig kaum teurer als ETFs und bieten einen echten Mehrwert. ETFs machen hingegen Sinn, wenn Märkte hoch liquide und effizient sind sowie taktische Freiheitsgrade genutzt werden sollen. Meritum Capital setzt daher beide Instrumente ein.